Bühnen Sound Erstellung

  • Hey Miteinander,

    ich habe schon vieles versucht, verschiedene Amps (ob aus Rig Exchange oder gekaufte bsp. von M.Britt), hab mich Stundenlang hingesetzt, versucht, mich informiert, Videos angeschaut etc. doch bekomme es nicht hin, einen Sound zu erstellen welcher mich überzeugt.
    Ich spiele in einer Partyband und will einen druckvollen verzerrten Sound, wo man sich nur denkt „wow die Gitarre fetzt“.
    Doch ich bekomme nie das Ergebnis was ich mir erhoffe.
    Hat jemand Tipps oder Tricks für mich oder kann mich ein wenig an die Hand nehmen um mein Ziel zu erreichen?

    Beste Grüße und vielen Dank!

    Jonas

  • Hi Jonas,

    Ich habe mir letzte Tage dieses Video angesehen:

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    Der Gitarrist macht seinen Sound mit etwas Octaver Beimischung fetter.

    Insgesamt sind etliche Tipps wirklich hilfreich. Daher lohnt es sich, das ganze Video anzuschauen 😀

    Kemper Profiler Player with Power Cabinet

  • Alles immer persönliche Meinung als Disclaimer, und niemand soll diskreditiert werden.

    Octaver halt ich für die falsche Rangehensweise, grad für ne Coverband.

    Was ich für mich begriffen hab und was meinem Gainsound extrem geholfen hat - der schönste Distortion Ton kommt von der Distortion durch den PreAmp. Du bekommst also, andersrum gesprochen, eine schönere Zerrung, wenn du Volume benutzt, um heisser in den simulierten Preamp zu gehen als von pedalen mit 'Gain oder dem hochregeln des Gains an praktisch irgendeiner Stelle in der kette.



    Hier das schnellste Rezept, das ich geben kann, mit dem garantiert ein schöner allround 'Rock'-Sound generiert wird im Stile von The Darkness, Guns'n'Roses, Blink182 oder Green Day - notfalls schick ich auch gerne Parameter mit, aber das wird auch ohne funktionieren.

    Kette: SD1->TS->Klon->clean AMP wie twin reverb auf nem '3' oder '4' profil->reverb.

    der gain immer low, beim sd1 0.5, beim TS kann man 1, beim klon auch - aber die volume immer oben. Auf der -5 bis +5 skala, ~ ne 3 in jedem pedal. tone überall in der mitte bzw beim klon die üblichen 11 oder 1 uhr nach gitarre.

    Fertig. Und mehr druck für Palm Mutes wenn gewünscht ist, tauscht SD1 gegen nen Blues Breaker.

    AC/DC und so bluesbasierte Geschichten sind nochmal was anderes durch Power Amp Distortion - sind eigentlich cleane Gitarrentöne, was Tonbearbeitung angeht -, aber 80% des Themagebietes 'Rock' deckst mit dem Standard ab.

    Edited 2 times, last by grandma moses (July 19, 2026 at 5:21 PM).

  • Mir hat es geholfen Aufnahmen von der Band zu machen wo ich spiele(ohne Gitarre) und dann bei Konzertlautstärke meinen Sound über mehrere Tage immer wieder neu einzustellen. Jeder hat halt nen eigenen Geschmack. Low Cut und high Cut ruhig großzügig verwenden. 100hz 5,8khz. Dann mit dem EQ bei 4khz und auch 2 kHz (das man den Gesang noch versteht). Gerade im Bass Bereich, da anfangen wo der Bass oder Keyboard aufhört. Wenn du das dann hast und denkst der BandSound gefällt mir gut, dann musst du leider damit leben, dass dir dein Sound ohne Band etwas fade rüber kommt. Man kann natürlich etwas mehr Bass lassen und den Rest den Mixer überlassen.

    Am besten mit der rechten Hand spielen und im selben Moment mit der linken Hand die Regler bewegen, dann findet man besser den sweetspot. (Tief abgedämpft, tief offen, mittlere Saiten, hohe Saiten)

  • Zwei Ansätze aus der Ferne

    1)

    Möglicherweise besteht ein Fehler in Deiner Abhörkette. Checke im Zweifel in Ruhe neutral eingestellte EQs in Deinem System oder worst case nach defekten Speakern etc.als allererste Maßnahme.

    In jedem Falle sollte bei DI Setups, in denen Du direkt Studiomonitore befeuerst, die Cab Section am KEMPER aktiviert sein.

    Gehst Du mit dem KEMPER allerdings in den Input eines analogen Gitarrenamps, solltest Du den KEMPER entsprechend alternativ einstellen, indem Du nur Effekte nutzt. Nun ist der KEMPER grundsätzlich nicht als reines Effektgerät entworfen worden, ist aber sicher machbar.

    Sinnvoller ist es, den Return - Eingang an einem Amp zu wählen, hier dann aber die Cab Section wiederum auszuschalten, die Du für eine DI Signalkette benötigst.

    Kemper empfiehlt im Detail an dieser Stelle die Verwendug einer Transistorendstufe, da die Röhrencharakteristik des Verstärkers bereits im AMP Profil eingebettet ist und analog nicht gedoppelt werden sollte. Hier kann man sich also klangliche Verfärbungen einfangen, wenn man, je nach Setup, nicht genau im Sinne der Konzeption des PROFILERs vorgeht.

    Verschiedene Setups sind im Handbuch beschrieben. Ich persönlich würde entsprechend für den DI Betrieb ohne Verwendung eines Verstärkers insbesondere bei der ersten Suche nach Referenz-Sounds plädieren. Wenn Du sicher bist, dass "Kemper-intern" die Sounds passen, würde ich das System mit anderen analogen Komponenten konkreter Abstimmen.

    2)

    Referenz-Sounds, die Du auf demselben System wirklich 1:1 vergleichen kannst. Lege mal ein gut produziertes Album auf, dass einen Gitarrensound Deiner Wahl enthält. Das sollte erstmal gut klingen. Von da an weiter:

    Bei der Vielzahl an von erfahrenen Musikern erstellten Profilen sollte es kein Problem sein, zumindest den Sound zu finden, bei dem Du ansetzen möchtest. Ich persönlich würde weniger von Null starten, sondern nach einem für den Anwendungszweck passenden Preset suchen, dass ich nach Geschmack ein wenig feintune, (wenn überhaupt nötig.)

    Ich prognostiziere mal ins Blaue, wenn Deine Lieblingsplatten saftig klingen, wird der Kemper irgendwo etwas für Dich verborgen halten. Probiere in jedem Falle, Referenz-Audiomaterial und den Profiler auf demselben Abhörsystem angemessen einzurichten.

    Stage´d since 2024...

    Edited 6 times, last by L8Night (July 27, 2026 at 3:01 PM).

  • Ich spiele in einer Partyband und will einen druckvollen verzerrten Sound, wo man sich nur denkt „wow die Gitarre fetzt“.
    Doch ich bekomme nie das Ergebnis was ich mir erhoffe.

    Bei uns fetzt es definitiv - 80% der Sounds kommen aus einem Pack von "Iconic Tones". Die haben ein Slash-Paket gebaut, rund um den klassischen Marshall SL2555

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    Für unsere Rock-Sounds kommen hauptsächlich 3 Profile aus dem Pack zum Einsatz:

    • 23 Snake Crunch GE-7 A - der Amp angeblasen durch ein Equalizer-Pedal
    • 30 Snake Rock&FR Lead - schöner, tragender Lead-Sound
    • 03 Snake Clean C - Clean mit ein klein wenig "Haaren"

    Fertig - jetzt noch Delay und Reverb nach Geschmack dazu und das war's.

    Für manche Songs werfen wir noch einen virtuellen Tubescreamer davor für das bisserl "mehr" an Gain. Und nach Bedarf kommt ein Wah zum Einsatz - Modus "Bypass@Stop" ist da klasse. Einfach das Pedal bewegen und es waht; runter vom Pedal und es hört auf...

    Geht auch gut für Blues - nur etwas Gain rausnehmen und etwas anders EQen.

    Für Balladen oder poppigere Sachen haben wir noch ein paar Silver-Jubilee-Profile von Carsten Stepanowicz im Einsatz

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    klingen ähnlich aber etwas dezenter...

    Hope this helps!