• Hallo in die Runde,

    ich stehe vor der Entscheidung: Player oder Stage? Ich habe ein Rack und bin soweit zufrieden.
    Ich wollte jetzt etwas Portableres – nur: Was sind die echten Vorteile des Players?

    Einsatz ist hauptsächlich in Fremdstudios mit wechselnden Aufnahmesituationen.

    Wenn ich mir anschaue, was da noch alles auf das Pedalboard mit drauf muss, bin ich bei Ausbaustufe III am Ende ca. 300 Euro billiger als eine Stage,
    aber mit wesentlichen Einschränkungen, was Flexibilität und Funktionalität angeht.

    Ich benötige zwei Pedale (Morph/Wah) + Endstufe + Kemper.

    Beim Player müsste noch zusätzlich ein MIDI-Fußcontroller (Paint Audio) oder alternativ Display und MIDI-Controller (Retrovision + M-VAVE Chocolate) mit auf das Board.

    Der Player wiegt 1,110 kg + 300 g Netzteil + Paint Audio (zwischen 0,6 kg und 1,13 kg), Summe knapp 3 kg.
    Die Stage wiegt 4,6 kg.
    Die zwei Expression-Pedale, die Endstufe und das Pedalboard selbst sind nicht mitgerechnet, weil ja gleich.

    Also: Bei einem Gesamtgewicht von ca. 6–8 kg spart man mit dem Player vielleicht 2 kg.

    Aber ich habe die Erfahrung gemacht: Je mehr Zeug auf dem Pedalboard, desto höher der Stress und die Ausfallwahrscheinlichkeit.

    So, jetzt bitte die Player-Fraktion: Was ist der Vorteil?

    Vielen Dank schon mal für die Pros und Contras.

    Edited once, last by Yoda Guitar (October 28, 2025 at 2:02 PM).

  • Yoda Guitar October 15, 2025 at 9:20 AM

    Changed the title of the thread from “To be or not to be Stage oder Rack ?” to “Stage oder Player ?”.
  • Hol Dir den Stage. Bin Stage-Fraktion, und der hat SO VIEL mehr als der Player, auch bezüglich der vielen Ins und Outs, 4 Expression Anschlüsse, und Midi-Steuerbarkeit externer Peripherie etc.

    Für den Player spricht da m.E. nur (eingeschränkt) der Preis und Größe Gewicht. Dann brauchst Du auch ein Spezialkabel um XLR Stereo zu bekommen, usw. Auch die Bedienung am Gerät ist im Studioalltag mit Display sehr schnell 8ich editiere meist am Stage, stelle den auf den Tisch dafür).

    Sinn würde es machen, wenn Du zwischen gebrauchtem Stage Mk1 und Player Mk2 entscheiden müsstest, nur wegen der Mk2 Profiles. Aber mit einem Stage Mk2 wärst Du sehr gut bedient.

  • Hab selber daran gedacht um bissle Geld zu sparen, aber bin so an Stage gewöhnt (verwöhnt) dass ich einfach upgraden werde. Mit dem Verkauf von alten Stage (brauche keine 2 St) bin beim Preis von Player beim level 1. Es gibt nicht viel zum denken bei mir

    If something is too complicated, then you need to learn it better

  • Player Fraktion: Also auch wenn ich mein kleines Setup sehr schätze, schön schlank, nix an Schnickschnack und dennoch alles was ich brauche in einem kompakten Format (KPP, Ritter Amps QC Base SHP, Peterson Strobe Mini, Dunlop DVP4 Mini, MIDI Captain Nano 6, tc eletronic Ditto 2) und ich dieses Board nicht mehr missen möchte, würde ich schon sagen das mit alle dem was du aufgelistet hast was dir wichtig ist, der Stage für dich die bessere Wahl ist.Bei einigem (2x EXP Pedal usw. würdest du sonst Kompromisse eingehen müssen oder Umwege nutzen müssen.


    Ich habe mich von meinem größeren Setup getrennt (und war hier auch lange recht inaktiv) darauf waren 2 Expression Pedale, 1x Tumnus, 1x Timmy, 1x Boss RC 500 und noch ein paar andere Spielereien welche ich so selten aktiv benutzt habe das diese Entschlackung für mich eine echte Wohltat ist. Mein Anspruch ist auch bei weitem nicht so professionell, daher kann ich hier auch manches nur bedingt einschätzen.

    Siggi Braun Custom Shop Strat, Gibson Les Paul '13 Chocolate Satin (with Seymour Duncan Joe Bonamassa Signature Pickups :love:, Strandberg Boden Essential ^^, Kemper Player over Ritter Amps QC Base.

  • Ich bin und bleibe für meine Setups in der Fraktion Rack+Remote, so sehr wie ich die anderen Konzepte von Stage und Player auch gut finde. Aber das was du oben schreibst Yoda Guitar klingt mir alles eindeutig nach "innerlich schon für den Stage entschieden" und gute Argumente dafür. Wenn die paar Euro und die paar Gramm Gewicht nicht der Game-Changer für dich sind, dann passt es doch so...

  • Und? Ich wärme mal auf und frage nach, ob du die Entscheidung "bereust". :)

    Ja, mit Kemper bin ich eigentlich durch. Zwei Geräte parallel an einem PC mit dem Rig Manager zu betreiben, ist in der Praxis schlicht unbenutzbar. Man hat hier leider das Gefühl, als Kunde nicht wirklich ernst genommen zu werden. Speziell der Rig Manager ist so fehlerbehaftet, dass ein professioneller Einsatz unmöglich ist. Zum Rumspielen mag es reichen, aber sobald man ernsthaft und produktiv damit arbeiten will, steht man ständig vor Problemen. Falsch kopierte Performances sind da nur die Spitze des Eisbergs; noch schlimmer ist, dass sich die Geräte gegenseitig beeinflussen, nur weil sie am selben Rig Manager hängen.

    Das Schlimmste daran ist die Ignoranz des Supports: Eindeutig nachgewiesene Bugs, die per Video und Logs lückenlos dokumentiert und reproduzierbar sind, werden dort einfach als ‚Designentscheidung‘ abgetan – vermutlich nur, um sich nicht rechtfertigen oder nachbessern zu müssen. Wer das nicht glaubt, kann sich gerne diesen Thread dazu durchlesen: Prevent Cross-Device Impact

  • Hm... also ich hätte bei dieser Anforderung, und wenn ich schon den Anwendungsfall habe, dass für zwei Personen zeitgleich Profile editiert werden können sollen, den 2. Kemper einfach an ein billiges Notebook gehängt...

    Sorry aber das ist mit Verlaub quatsch, man kann ja deswegen den Aktiven Kemper auswählen. Das Rack steht im Controll Room für Reamping und Mixen. Die Stage steht in der Recording Kabine. Beide müssen mit dem gleichen Rechner aufgenommen werden. Die USB Kabel laufen über eine USB HUB in den Recordingrechner. Die Audio Signale über eine Patch Bay in das Recording Interface.
    Aufgenommen wird immer Wet / Drey / Wet plus Pure DI-Spur.
    Wenn die Jungs/Mädels in der Cabine rumspielen muss ich ihnen immer den Stecker ziehen.
    Das ist nicht gut vor allem weil die Geräte auch per USB- MIDI automatisiert sind.

    Andere Herstellen bekommen das ohne Probleme hin.

    Edited once, last by Yoda Guitar (August 5, 2026 at 11:57 AM).