Kemper Kone Sound ein / aus

  • Ich habe einen Stage mit dem Power Kabinet und schraube fleißig an meinen Sounds.

    Wenn ich die Kemper Kone Taste drücke ( imprints sind nicht aktiv ) finde ich die Box lebendiger, aber die Sounds sind sehr schrill bzw. Höhenlastig.

    Eq Einstellungen , Defination , High / Low Cut etc ist alles bekannt.
    Wenn ich die Kemper Kone Taste nicht aktiviere sind die Sounds durchweg zu dumpf.

    Ist die Box in beiden Modi im Frfr betrieb ?

    Wie passt Ihr eure Sounds an, Kone an oder eher aus ?

  • Ich hab das gleiche Setup: Stage und Kemper Power Kabinet. Und ich habe den gleichen Höreindruck: bei Softbutton Kone aus klingt es zu dumpf und undifferenziert bei Softbutton Kone an springen mich die Hochmitten heftig an und sind mir manchmal zuviel. Da greift ein DSP im Kemper schon recht heftig ein.

    Wegen der blöden Pandemie konnte ich das Power Kabinet noch nicht im Bandkontext einsetzen (meine 6 piece Band hat sich zu einem Akustik-Duo zerlegt :-/). Vielleicht würde sich das Kabinet ja gerade perfekt durch den Bandkontext fräsen, aber für sich alleine klingt das manchmal nicht so gut und ich regle nach - oft einfach am Höhenpoti der Gitarre oder in der Ampsektion. Das ist natürlich keine endgültige Lösung, aber dazu bräuchte ich mal ein komplettes Bandsetting, und das ... naja siehe oben.

    "Wenn´s net brummt, is kaputt"

  • Ein KEMPER Kabinet nicht im KEMPER Kone Mode zu betreiben, ist sinnfrei.

    Im Speaker Imprint-Modus (Monitor Cab. Off an) wird exakt der Frequenzgang der Originalchassis abgebildet. Das wurde aufwändigst unter Laborbedingungen gemessen. Allerdings hat der Kone naturgemäß ein gleichmäßigeres Abstrahlverhalten als ein Gitarrenchassis. Gitarrenchassis bündeln hohe Frequenzen extrem stark, was eigentlich keine gute Eigenschaft ist. Das merkt der Gitarrist aber häufig nicht, weil er seine Ohren nicht mittig vor dem Chassis hat. Je nach Abhörwinkel zur Box, mag also ein anderer Klang am Ohr ankommen, wenn man Kone und Original vergleicht. Das Original klingt für den Zuhörer, der Frontal davorsteht, auch völlig anders als für den Gitarristen, der halb neben der Box steht. Der Kone strahlt hohe Frequenzen viel gleichmäßiger ab. Falls man das aber nicht gewöhnt ist bzw. nicht mag, gibt es den Parameter "Directivity", um den Sound des Kone cremiger zu machen. Das ist in Das Große Handbuch beschrieben.

    Im Full-Range Modus (Monitor Cab. Off aus) spielt das KEMPER Kabinet ganz linear die PROFILE ab - völlig unverfälscht, so wie sie der Erzeuger abgespeichert und für authentisch befunden hat. Wenn aber jemand die hohen und tiefen Frequenzen mehr betonen möchte, was manche sogenannten FRFR-Boxen von Hause aus tun, steht dazu der Parameter "Sweetening" zur Verfügung. Auch der ist im Handbuch beschrieben.

    Ich würde also mal bei den Einstellungen loslegen, die der KEMPER Kone Mode vorsieht.

  • Hallo zusammen,

    habe mir jetzt ein Kemper Power Kabinet gekauft und dachte eigentlich es ist grundsätzliche eine normale FRFR mit der zusätzlichen Option der Imprint-Funktion.

    Die Imprint-Funktion ist soweit klar. Für Monitoring auf der Bühne auch sicherlich nett, aber ich spiele grundsätzlich auf der Bühne ohne Cab über InEar.

    Zuvor hatte ich zu Hause eine Laney LFR 112 im Einsatz. Diese quasi "einfach" an den Kemper angeschlossen und im Full-Range-Modus (Monitor Cab. Off >>> AUS) gespielt. Genau das war meine Herangehensweise mit dem Kemper Kabinet.

    Natürlich bin ich gleich beim Auspacken und ersten Testen auf den Kone-Modus im Output gestoßen. Mir ist jetzt aber nicht ganz klar was das genau ist bzw. was da genau passiert. Das Manual klärt mich da auch nicht so richtig auf, außer das Kone wohl aktiviert sein sollte?

    Was auffällt ist natürlich der Unterschied in der Lautstärke. Im Kone-Modus hat man deutliche mehr Reserven.

    Bin ich mit aktiviertem Kone-Modus aber jetzt näher an einer FRFR-Box (PA-Box) oder habe ich das eher wenn ich das Kemper Kabinet wie zuvor meine Laney einfach am Main-Out nutze?

    Gerade um Sounds für die Bühne (für die PA, nicht für das persönliche Monitoring) zu Hause einzustellen, wäre es schon interessant zu wissen, in welchem Modus man da näher an einer neutralen Wiedergabe ist.

    | ESP Eclipse Black Distressed | Schecter S-1 Zacky V Blade | Fender Jim Root Strat |
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  • Im Kemper Power Kabinet ist ein Kemper Kone-Lautsprecher verbaut. Dieser Kemper Kone-Speaker wird speziell für Kemper hergestellt und hat einen ganz speziell definierten Frequenzgang. Dadurch, das dieser Frequenzgang genau bekannt iund bei allen Kemper-Kones weitgehend gleich ist, ist es der Software im KPA möglich, dessen Ausgangssignal so zu formen, das sich der Lautsprecher entweder komplett linear verhält (dann sollte er das Cabinet-Modell des Profiles ideal wiedergeben, Möglichkeit A) oder aber ihm - unabhängig vom Cabinet-Modell - den Frequenzgang eines von 19 klassischen Gitarrenlautsprechern aufzudrücken (Möglichkeit B: Speaker Imprint), was eben viel besser gelingen sollte als bei irgendwelchen anderen Lautsprechern bzw. Boxen, weil hier eben dessen Verhalten und Frequenzgang genau bekannt ist. Wie gesagt: Die Software im KPA ("Kone Mode") wandelt den Frequenzgang speziell für die Wiedergabe mit dem Kemper-Kone um, die Box selber enthält nur die Endstufe aber keinerlei DSP-Hardware zur Anpassung der Frequenzen, das macht alles der KPA, aber dafür muß der "Kone Mode" grundsätzlich eingeschaltet sein! Ohne diese Anpassung, also ohne eingeschalteten Kone Mode oder an einem anderen (nicht Kemper-) Amp macht der Kemper Kone-Speaker und somit das Kemper Power Kabinet absolut keinen Sinn, es sei denn, du stehst auf völlig kaputte Sounds 8o... Das selbe gilt umgekehrt für den aktivierten Kone Mode mit einer Box, in dem ein normaler Speaker und eben NICHT der Kemper Kone verbaut ist!
    Ich hoffe, das hilft dir ein wenig weiter.

  • Kone Modus einschalten und fullrange Modus einschalten dann bist du bei Studio oder merged Profilen am Ziel.

    Es gibt beim Kone Modus einen fullrange Modus und einen Imprint Modus zwischen denen zu wählen ist.

    Also Cabinet Modul muss vorhanden und eingeschaltet (bzw. nicht ausgeschaltet) sein.

  • Vielen Dank euch beiden für die Antworten!
    Jetzt ist es für mich klar geworden :)

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  • Die Kone-Funktion funktioniert nur wenn du den Amp am Monitor-Output anschließt. Der Main-Out bleibt unberührt. Um Sounds für die PA einzustellen solltest du am Monitor-Out dann auch FRFR auswählen. Allerdings klingen PA nicht linear. Deshalb sei nicht enttäuscht, wenn es dann anders klingt.

    Mein Tontechniker meint: Gibst du mir einen guten ausgewogen Sound, dann pass ich ihn an PA/Raum an, so dass er wieder gut klingt. Gibst du mir einen schlechten Sound, verbrauche ich fast alle EQ-Bänder um den Sound erstmal wieder geradezubiegen.

  • Noch eine kurze Nachfrage zur Output-Sektion:

    Wenn ich mir im Rig-Manager meine Output-Settings eingestellt hab, wie kann ich die dann speichern?
    Ich hab nur die Möglichkeit gefunden, das Output-Icon in einen der Ordner zu ziehen. Allerdings wird dann immer ein neues Output-Preset erstellt.

    Gibt es keine Möglichkeit das aktuell ausgewählte Preset durch Speichern zu überschreiben?

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  • Mir ging es ja darum, ein vorhandenes Preset zu überschreiben.
    So wie ich es mache wird immer ein neues Preset erstellt, obwohl ich nur eine Einstellung geändert habe und das vorherige Preset muss ich löschen.

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  • Ja, das kenne ich.

    Das hat aber auch Vorteile. Wenn Du nicht speichern wolltest, aber aus Routine dann doch, kann das recht ärgerlich sein. Der Kemper scheint sich am Datum zu orientieren. Entsprechend, wenn ich nochmal geprüft habe lösche ich den Vorgänger. Habe ihn aber in der Regel ein weiteres Mal in einem Verzeichnis mit dem Stand des Datums. So ist ganz sicher, dass versehentlich nichts in die Vicken geht.

    Etwas aufwändiger ist aber die entsprechende Verwaltung der Versionen schon. Da kann ich Dich verstehen. Von daher habe ich mir im Laufe der Zeit angewöhnt, an die ursprüngliche Benennung des Rigs noch ein "_2", "_3", "_4", usw. anzuhängen.

    Das ist dem Umstand geschuldet, dass ich festgestellt habe, dass ich nicht immer die bearbeiteten Sounds gleich wahrnehme. Also manchmal - so nach einer Woche, stelle ich zeitweilig fest, dass ich die neuere Version gar nicht mehr so gut finde, wie ich vorher dachte. So kann ich mich im Browser-Modus nochmal durch die erstellten Versionen switchen und prüfen, wie ich zu dem neuesten Ergebnis kam. In der Regel lösche ich mittlerweile auch erst dann. Dieses Vorgehen ist bei mir derzeit Standard. So verliere ich den Überblick definitiv nicht und Fehler schlagen letztlich nicht ins Gewicht und werden grundsätzlich vermieden. Allerdings muss man dann auch öfter mal aufräumen. ;)