Gibt es fertige Performances für Titel?

  • Hallo allerseits, ich bin neu hier und Anfänger im Kemper-Bereich. Nach dem Fractal AX8 bin ich jetzt mit dem Profiler Stage unterwegs, der für mich "besser/natürlicher" klingt.

    Eine Frage (von vielen Fragen) : gibt es irgendwo fertige Performances zum Download, die bestimmte Songtitel betreffen? In denen die Slots also schon mit den entsprechenden Rigs für Intro/Verse/Chorus/Solo...belegt sind? Soweit ich das überblicke, finde ich lediglich Rigs für "Purple Rain" und "Tage wie diese". Eigentlich hätte ich gedacht, dass es so etwas geben könnte.

    Vielen Dank für evtl. Hinweise...

  • Moin!

    Puh, auf diese Weise bin ich noch nicht an das Thema ran gegangen. Ich bin eher Fan davon, mir gute Brot- und Buttersounds zu holen und diese dann für meine Songs zu nutzen. Ich habe also nicht für jedes Lied einen anderen Amp parat (mein Mischer dankt es mir).

    Hast du schon mal bei "Rig Exchange" auf der Kemper-Homepage geschaut? https://www.kemper-amps.com/rig/exchange

    Ich persönlich arbeite damit aber bislang überhaupt nicht. Ich habe mir einige sehr gute Packs von Michael Britt runtergeladen und fahre damit sehr gut.


    Grüße!

  • Ja, Du hast grundsätzlich natürlich recht. So mache ich es auch. Ich habe eigentlich nur drei Sounds. Die reichen für 95 % meiner Sachen. Manchmal hilft es mir aber bei besonderen Sachen, schon eine Vorgabe zu haben. Aber das sollte schon hinzukriegen sein.

    Ich fand nur, das es sich anbietet, Songs insgesamt einmal soundmäßig aufzuarbeiten. Bei rig exchange habe ich aber auch nichts gefunden.

    Vielen Dank für Deine Überlegungen.

  • Auch wenn der Thread schon etwas älter ist - so etwas suche ich auch. Ich spiele in einer reinen Cover-Tanzband (bislang mit einem uralten Boss GT-10). Nun möchte ich auf Kemper umsteigen, und ich dachte es sollte ein Leichtes sein für viele der Songs gleich die passenden Performances zu finden. Aber auch im Jahr 2026 - leider Fehlanzeige. Bin deshalb gerade dabei mühevoll all meine Boss-Speicherplätze auf den Kemper abzubilden, was natürlich eine Sau-Arbeit ist :(

  • Hi,

    ich spiele seit Jahren in einer Coverband mit 3h Programm und bestreite das eigentlich komplett mit 4-5 Sounds.

    Es gibt z.B. das hervorragende Legends Tribute Rig Pack im Rig Manager.

    Meine Haupt-Performance sieht folgendermaßen aus:

    - 80's Clean
    - 2011 More Gain AC20 für alle Arten von Crunch, hier macht die Pickup-Auswahl und die Spielweise sehr viel aus
    - 1972 Mars Golub Crch
    - Ein Mesa basierter Lead Sound mit recht viel Hall (+ octave up im Hall)

    'special' Sounds sind dann:
    - Rammstein (aus der Rig Exchange)
    - Sex On Fire (Golub Crch, -2 Halbtonschritte transponiert)
    usw.

    hth

  • Gleich hier, ich kann mit 2-3 banks alles möglich spielen. Muss mal auch den Kirch im Dorf lassen, selber mit Tube amps hab ich nie mehr als 2 auf die Bühne gehabt

    If something is too complicated, then you need to learn it better

  • Gleich hier, ich kann mit 2-3 banks alles möglich spielen. Muss mal auch den Kirch im Dorf lassen, selber mit Tube amps hab ich nie mehr als 2 auf die Bühne gehabt

    zumal, in meiner Erfahrung, ein Sound pro Song, oder sogar Part nie richtig funktionert, da die Unterschiede durch verschiedene Cabs und Mic-Positionen teilweise recht groß ausfallen können.
    Es zählt wie immer der Blick aufs Ganze, anstatt sich kleinen Details zu verlaufen die Live eh untergehen, bzw. den Mix (Monitor & FOH) unnötig verkomplizieren.
    Sounds sollten einfach funktionieren, so dass man sich voll und ganz auf die Performance konzentrieren kann - und wenn dann noch was übrig ist: Show, auf die Riser rauf & runter, Nebel und Licht antizipieren.
    Eine solide Performance + Show ist 1000x wichtiger (für Publikum & Veranstalter) als das letzte kleine Delay-Tüpfelchen - das 'interessiert' eh nur die Musikerpolizei im Publikum und die müssen eh meckern/etwas besser wissen, während die Masse um sie herum Spass hat und tanzt 8o

  • Was ich bei der ganzen Sache nicht wirklich verstehe: Mal angenommen, ihr habt 60 Songs drauf - und Du also entsprechend 60 Performances (eine für jeden Song inkl. Intro, Rythm & Lead).
    Ihr macht dann eine Setlist mit 30 Songs und Du speicherst die Performances in der richtigen Reihenfolge.
    Nun stellt aber euer Frontmann nach 10 Songs fest, daß jetzt gerade die Ballade gut käme. Eigentlich euer Song Nr. 14.
    Machst Du dann den Steptänzer und zitterst währen der Ballade, welcher Song nun als nächstes drankommt?
    Wir jedenfalls haben größtenteils keine feste Setlist, sondern spielen, was je nach Stimmung gut ankommt. Mal ganz abgesehen von Sonderwünschen aus dem Publikum ("spielt ihr was von xxx?")

  • Was ich bei der ganzen Sache nicht wirklich verstehe: Mal angenommen, ihr habt 60 Songs drauf - und Du also entsprechend 60 Performances (eine für jeden Song inkl. Intro, Rythm & Lead).
    Ihr macht dann eine Setlist mit 30 Songs und Du speicherst die Performances in der richtigen Reihenfolge.
    Nun stellt aber euer Frontmann nach 10 Songs fest, daß jetzt gerade die Ballade gut käme. Eigentlich euer Song Nr. 14.
    Machst Du dann den Steptänzer und zitterst währen der Ballade, welcher Song nun als nächstes drankommt?
    Wir jedenfalls haben größtenteils keine feste Setlist, sondern spielen, was je nach Stimmung gut ankommt. Mal ganz abgesehen von Sonderwünschen aus dem Publikum ("spielt ihr was von xxx?")

    Wir spielen drei Sets und eine feste Setlist - spontane Änderungen heißt, das Stücke übersprungen werden, aber es bewegt sich halt nur in diese eine Richtung.

    Die von dir angesprochene Problematik zeigt aber auch einen weiteren Vorteil des von mir erwähnten "1-2 Performances decken alle Titel ab"-Ansatzes
    Mit so wenigen (<10 Rigs) hat man immer den Überblick und der benötigte Sound ist schlimmstenfalls zwei 'Klicks' entfernt.

  • Ich persönlich fände es sehr spannend hierzu mal ein Video zu sehen.

    Du hast offensichtlich viel Coverband-Erfahrung und sitzt zusätzlich an der Quelle der Kemper-Expertise.
    Mich würde daher interessieren, wie du die Profiles/Rigs auswählst, auf die Songs (aber vor allem aufeinander!) abstimmst, einstellst und wie du die sonstiges Kemper-Features zur Steuerung usw. für den Live-Einsatz nutzt.

    Ich selbst spiele in diversen Coverbands und komme mit meinem Kemper schon lange gut klar. Ich fahre auch eher den Ansatz einer "Basis-Performance" mit bisher lediglich 2 Profiles (1x Clean, 1x Verzerrt in unterschiedlichen Abstufungen) und bei Bedarf "Spezial-Performances" je Song mit besonderen Effekten.

    Es gibt natürlich auch bereits viele Videos zu dem Thema, aber von Jemandem der sich privat wie beruflich intensiv mit dem Kemper beschäftigt und alle Features schon seit der Entwicklungsphase an kennt und versteht wäre es bestimmt eine Bereicherung!

  • Du hast offensichtlich viel Coverband-Erfahrung und sitzt zusätzlich an der Quelle der Kemper-Expertise.

    Danke für die Blumen, aber es gibt da keine wirklichen Tricks oder 'deep lore' die ich teilen könnte, ich fahre bewusst einen minimalistischen Ansatz um auf der Bühne den Kopf frei zu haben.

    Es fängt bei den Gitarren an, am wichtigsten für mich ist es Pickups zu benutzen die ich auch tatsächlich mag (!) und (ebenso wichtig) diese auch korrekt eingestellt zu haben. Für mich heißt das mehr Abstand zu den Bassaiten (da mehr Masse -> mehr Output), den Bridge HB in der Höhe in der er gut klingt und dann werden die anderen Pickups darauf abgestimmt um ein möglichst gleichlautes Signal abzugeben.

    Mein Haupt-Rig 'Mars Golub Crch' ist die baseline zu der ich Lautstärke-mäßig die anderen Rig abgleiche. Zu Hause geht das am ehesten mit einem tool/plugin das 'Integrated LUFS' anzeigt, aber selbst dann ist das Lautstärkeempfinden zwischen cleanen und verzerrten Sounds schwierig anzuschätzen und man kann das eigentlich nur im Band-Kontext machen. Als Monitoring benutze ich ausschliesslich In-Ears. Mein Monitoring Signal und das FOH Signal sind also identisch. Im OUTPUT habe ich den Lo-Cut auf so ca. 80Hz.

    hth :)

  • Hi,

    diser Thread beschreibt im Prinzip mein Dilemma mit meinem Toaster im Live-Einsatz.

    Nutzte bis gestern im Proberaum ein Katana-Head MK1, weil ich bisher schlicht zu faul war, meinen Toaster hin und her zu schleppen. Und auch weil der kleine eingebaute Speaker des Katana perfekt in unseren angenehm-leisen Proberaumsound passte.
    Da bin ich mit den direkt verfügbaren 5 Presets ganz gut gefahren.

    Dachte dann, der Kemper plus Kemper-Box würde das noch toppen.
    Nein. Weit gefehlt.
    Ich müßte jetzt wieder mehrere Stunden an meiner Haupt-Performance schrauben, um in etwa an das heranzukommen, was der Katana schon bringt.
    Würde mir wünschen mal eine Performance zu testen, die ein Coverband-Profi (war ich auch mal 15 Jahre lang) selbst abgstimmt hat.

    Weiß noch sehr gut, dass ich damals im Grunde Jahre gebraucht hattee, um "meinen" perfekten Solo-Boost herauszufinden. Dabei hatte ich jeweils nur 2 Grund-Sounds. Einen Cleanen + den passenen Solosound dazu, und eben einen Crunch ( + Leadsound für Solo).

    Möchte 4 Kompressionspedale: Vol, Wah, Morph, Gain nutzen.

    Meine Wunschperformance:

    1 Clean:
    Toneking Imperial – Wah, 1 Comp 2 Chorus, 3 Tremolo, 4 EQ:Mitten – Morph-Pedal: Rev, Delay – FX-Pedal: Gain

    2 Knopfler-Solo: Viel Lauter und etwas fetter, Morphing ist durchgedrückt = Rev und Delay (Hohes Ducking)
    Toneking Imperial – Wah, 1 Comp 2 Chorus, 3 Tremolo, 4 Booster – Morph: Rev, Delay, FX-Pedal: Gain

    3 Crunch-solo: gleich laut, mittleres Gain, Morphing ist durchgedrückt = Rev und Delay (Hohes Ducking),
    Old Mars liquid – Wah, 1 Univibe 2 Chorus, 3 Rotary, 4 Booster – Morph: Rev, Delay, FX-Pedal: Gain

    4 Lead solo: gleich laut, höheres Gain, Morphing ist durchgedrückt = Rev und Delay (Hohes Ducking)
    Old Mars liquid – Wah, 1 Univibe 2 Chorus, 3 Rotary, 4 Booster – Morph: Rev, Delay, FX-Pedal: Gain

    5 Crunch-Rhythm: leiser, mittleres Gain, Morphing ist zu = kein Rev und Delay (Hohes Ducking),
    Old Mars liquid – Wah, 1 Univibe 2 Chorus, 3 Rotary, 4 Booster – Morph: Rev, Delay, FX-Pedal: Gain

    Das wäre das Brot und Butter-Palet an dem ich schon sehr lange rumbastele.
    Möchte nicht zu viel ändern, damit ich den Überblick behalten kann.
    Das Gain-Pedal ist das was ich am meisten nutze.
    Morphing brauche ich eher um mich an Räume anzupassen.

    Vielleicht hat ja einer noch eine Idee, wo man das noch optimieren könnte...!?

    Edited once, last by vanlent (July 9, 2026 at 2:42 PM).

  • Um nochmal kurz auf die Eingangsfrage zurückzukommen:

    Diese fertigen Rigs nach Songs gab es bei Kemper nie. Weder bei den kaufbaren Rig-Packs noch großartig im Exchange.
    Bei Fractal/Neural kann man gezielter nach Songs suchen. Will ich den One Step Closer Sound, suche ich eben nach Linkin Park.
    In der Kemper-World hatte sich das, warum auch immer, nie wirklich durchgesetzt. Da wurde eher nach Sounds (Amps) statt nach Künstlern oder Songs gesucht/gespeichert.

    Da ich selbst seit 2008 in Coverbands spiele, verstehe ich die Frage aber sehr gut. Manchmal will man halt genau den Sound treffen.
    Kemper spiele ich seit 2013/2014, hab aber zwischendurch auch Fractal und Neural gespielt. War ich bei den Letztgenannten auf der Suche nach sehr speziellen Sounds (Beispiel: Gitarrensound Crawling in the Dark - Hoobastank) hat man sowas halt schnell gefunden und hatte dann zumindest die Grundeinstellungen der Effekte. Da ich jemand bin, der selbst nicht gern bastelt, sondern lieber fertige Sounds nutzt (deshalb liebe ich eigentlich Kemper), ist das ganz hilfreich gewesen.

    Im Grunde spiele ich 90% unserer Coversongs mittlerweile mit nur einer Performance.
    Ein Zerrsound, ein Dry-Clean, ein Wet-Clean und ein Solokanal. Wo es wirklich drauf ankommt, weil der Song es braucht, wie eben das genannte 'Crawling' oder spezielle Delays wie z.B. bei 'Take a look Around', lege ich halt eine extra Performance an. Wobei auch dort die Grundsounds mit drin sind.
    Das beschränkt sich aber wirklich auf 2-3 Songs.

    Erfahrungsgemäß ist es Live für den Sound, den FOH, das Publikum und einen selbst immer besser, wenn man möglichst wenige unterschiedliche Sounds (Amps, Cabs) nutzt. Am Ende des Tages ist es auch völlig egal, ob man Metallica jetzt mit dem "echten" Sound covert. Ich spiele von Green Day, über Teenage Dirtbag bis Metallica alles mit dem gleichen Zerrsound. Interessiert Live niemanden und ist stressfrei.

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